Nach der Malerei noch Theater sei

Einmal im Jahr besucht der Verein traditionell eine andere Esslinger Kultureinrichtung. Diesmal war es gleich ein kultureller Doppelpack.

Nach der Malerei noch Theater sei

Susanne Weckerle und Petra Weimer
Foto © Ingeborg Rieber

Den Auftakt bildete der Besuch der Galerie 13 in der Webergasse, wo Galerieleiterin Margrit Luick-Gregorius ein interessiertes Publikum über die wechselvolle Geschichte der Galerie in den wunderbaren Gemäuern informierte. Richarda Grözinger, eine Tochter des 1984 verstorbenen Esslinger Kunstmalers Otto Luick, führte in die Ausstellung „Otto Luick, Kriegsgefangenschaft, Zeichnungen, Aquarelle“ ein. In den Bildern ihres Vaters werden die zerfurchten Gesichter der Gefangenen lebendig. Der mitgefangene Otto Dix zeichnete im Lager auch einmal Otto Luick.

Von der Galerie aus ging’s weiter in den Kutschersaal der Stadtbücherei, wo die Schauspielerinnen Susanne Weckerle und Petra Weimer den Blick in die deutsche Geschichte mit dem Zwei-Personen-Stück „Große, kleine Schwester“ von Peter Härtling fortsetzten. Die Schwestern Ruth und Lea, geboren 1907 und 1908 in Brünn, sind Zeuginnen des 20. Jahrhunderts und zweier Kriege. Ihr gemeinsames Dasein verläuft alles andere als harmonisch, dennoch können sie nicht voneinander lassen. Die beiden Frauen nahmen die begeisterten Zuschauern mit auf eine Zeitreise von ihrer Kindheit in Mähren bis zur Gegenwart in Schwaben.

Wolfgang Clauß vom Verein dankte den Galeristinnen und den Schauspielerinnen für den höchst gelungenen Abend und verband in Gedichtform unter dem Motto „Nach der Malerei noch Theater sei“ zwei künstlerische Richtungen. Die Besonderheit: Der Vater von Wolfgang Clauß stand als junger Leichtathlet Otto Luick Porträt und durch seine Großeltern kannte er jeden Winkel der Härtlingschen Erzählung in Nürtingen. Kein Wunder, dass noch viele Theaterfreunde mit den Galeristinnen und Schauspielerinnen persönliche Erfahrungen austauschten, eine Wiederkehr in die Galerie versprachen und speziell der ehemaligen WLB-Schauspielerin Susanne Weckerle für ihren Start am Theater in Ulm ganz herzlich die Daumen drückten.


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