Nächste Veranstaltungen

Verleihung der Theaterpreise

Am Sonntag, 11. September 2022 werden um 11 Uhr im Rahmen einer Matinee der Württembergischen Landesbühne die Theaterpreise des Vereins der Freunde der WLB verliehen.

Näheres wird noch bekanntgegeben.

 

 

Trauer um Bernd Daferner

Bernd Daferner, der über 18 Jahre lang Vorsitzender des Vereins war, ist im Alter von 77 Jahren gestorben.

Er war der Mann, der am meisten für den Verein getan hat. Wann immer man ihm begegnete, war es eine Begegnung mit dem Theaterverein.

Vorläufer des Vereins war die Bürgerinitiative „Die WLB muss bleiben“, die Bernd Daferner im Jahr 1998 mit gründete. Der Anlass war die drohende Schließung einer der drei Landesbühnen, von denen die WLB ob ihrer Nähe zur Landeshauptstadt am gefährdetsten war. Die am Ende erfolgreiche Bürgerinitiative um Bernd Daferner sammelte 24 000 Unterschriften für den Erhalt der WLB und 800 Theaterbegeisterte bildeten eine Menschenkette um die WLB, eine der größten Solidaritätsaktionen für ein deutsches Theater. Bernd Daferner sorgte dafür, dass im Anschluss daran 1999 der Verein gegründet wurde mit dem Ziel der ideellen und finanziellen Förderung der Belange der WLB.

Diese Ziele immer vor Augen führte er den Verein mit großer Leidenschaft. Wichtig war ihm der enge Kontakt zwischen der von ihm so geliebten WLB und ihrem Publikum. Und so hatten für ihn Talks mit den Intendanten, mit der Dramaturgie und mit Schauspielerinnen und Schauspielern einen ganz hohen Stellenwert. Sehr am Herzen lag ihm auch, dass junge Menschen frühzeitig die Möglichkeit haben, an die Kultur herangeführt zu werden. Aus diesem Grund war ihm die Unterstützung der Projekte Kulturrucksack und WLB-Klassenkasse immer wichtig.

Dank seines Ideenreichtums kam es zu vielen spannenden Veranstaltungen. Als Beispiel sei nur das Großereignis 2014 „150 Jahre festes Theater in Esslingen“ mit nahezu 40 Programmpunkten in der Innenstadt und in der WLB genannt.

Wir werden unseren wunderbaren Theaterfreund Bernd Daferner und die schönen Begegnungen mit ihm dankbar in guter Erinnerung behalten.

Bernd Daferner

Zurückliegende Veranstaltungen

Ein herrlicher Probenbesuch auf dem Kessler-Platz

Nach einer langen coronabedingten Pause ermöglichten uns die Intendanten Marcus Grube und Friedrich Schirmer, wieder einmal eine Probe der Württembergischen Landesbühne zu besuchen: „The Black Rider“ auf dem Kessler-Platz. Friedrich Schirmer freute sich sehr, unglaublich viele Theaterfreunde endlich wieder bei einer Probe begrüßen zu können.

Zunächst führte die stückbegleitende Dramaturgin Barbara Schöneberger im Podium 2 der Württembergischen Landesbühne sehr fundiert, klar und gleichzeitig unterhaltsam in das Stück ein. Die Schilderung der Entstehung des Stücks und der anschauliche Einblick in Leben und Werk von Tom Waits waren eine sehr gute Vorbereitung für den Besuch der Probe und auch für die Aufführung.

Das Probenerlebnis war ein Genuss. Es war insofern etwas ganz Besonderes, als man sicher selten Gelegenheit hat, Probenabschnitte, bei denen rhythmische Schrittfolgen und Abläufe einstudiert werden, zu sehen. Die Arbeit der Choreografin Annika Dickel war sehr beeindruckend. Und ebenso beeindruckend war, wie die Schauspielerinnen und Schauspieler die Anweisungen mit Freude umsetzten. Die große Spielfreude aller und die tolle Stimmung im Ensemble waren herrlich anzusehen.

Sehr schön war auch, dass uns in einer kurzen Pause Regisseur Christoph Biermeier und der Musikalische Leiter Edgar Müller-Lechermann so nett begrüßten. Und Christoph Biermeiers lobende Worte über das wunderbare Theater Württembergische Landesbühne und sein großartiges Ensemble, man möge dies alles sehr schätzen, lösten großen Beifall aus.

Der Besuch des schönen Probenabends wird noch lange nachhallen. Man spürte, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer glücklich waren, wieder einmal ganz nah an der WLB dran zu sein, was nach einer langen Probenbesuchspause sehr gutgetan hat. Und sichtbar war die große Vorfreude auf die Aufführungen.

Sabine Bräuning und Reinhold Ohngemach im Gespräch

Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung betonte Dr. Wolfgang Clauß als Vorsitzender zunächst erneut, sich über das wunderbare, rundum faszinierende Theater WLB zu äußern heiße, sich in ständigen Superlativen zu bewegen.

Er berichtete über die durchgeführten Veranstaltungen des Vereins, die Besuche von Theaterproben, einen gemeinsamen Theaterabend, Theaterpreisverleihungen, eine Matinee „Regisseurinnen und Regisseure im Gespräch“, den Besuch des LIMA, die Begleitung der WLB auf den Abstecher „Das K“ in Kornwestheim und über einen Online-Gesprächsabend mit den beiden Intendanten Friedrich Schirmer und Marcus Grube. Ferner berichtete er über die Ausstellung „20 Jahre Verein der Freunde der WLB“. Und schließlich ging er auf die ideelle und finanzielle Förderung der Belange der WLB, das satzungsgemäße Hauptziel des Vereins, ein.

Schatzmeister Dr. Thomas Dietz erstattete den Kassenbericht. Otto Blumenstock trug als Kassenprüfer mit lobenden Worten den Prüfbericht vor. Auf seinen Antrag erfolgte die Entlastung des gesamten Vorstands.

Unter der Wahlleitung von Roland Geltz wurde folgender Vorstand gewählt:

Dr. Wolfgang Clauß als 1. Vorsitzender, Bernd Daferner und Christa Müller als Stellvertreter*in, Dr. Thomas Dietz als Kassenführer, Barbara Braun-Nickel als Öffentlichkeitsreferentin und Natascha Richter als Schriftführerin.

Der große Höhepunkt der Mitgliederversammlung war das von Dr. Clauß moderierte Gespräch mit Sabine Bräuning und Reinhold Ohngemach, einer wunderbaren Schauspielerin und einem wunderbaren Schauspieler, an deren großen Schauspielkunst wir uns an der WLB schon seit vielen Jahren erfreuen. Die Theaterfreunde erlebten einen kleinen Reigen der Schauspielgeschichte des Ehepaars, das sich während der ersten Esslinger Intendanz Friedrich Schirmers kennenlernte. Man durchdrang gesprächsweise viele Inszenierungen, an denen die beiden beteiligt waren und sind. Sehr erfrischend war, diese Inszenierungen noch einmal und vor allem auch aus der Sicht Sabine Bräunings und Reinhold Ohngemachs erleben zu dürfen. Und in dem lebendigen und heiteren Gespräch erfuhr man auch, dass sie gern in Inszenierungen zusammen spielen. Sehr interessant war die Darstellung des Reizes der Bühne einerseits und des Filmens andererseits, und hervorgehoben wurde auch die so schöne unsichtbare Kommunikation zwischen Publikum und Schauspielerin und Schauspieler, die es naturgemäß nur beim Theater gibt. Am Ende erzählte Sabine Bräuning, die selbst schon einige Stücke – auch an der WLB – inszenierte, von den Reizen, zu inszenieren. Das abschließende Dankesgedicht von Dr. Clauß gipfelte in Bezug auf das wunderbare Gespräch mit den Versen „Denn das ist spannend, köstlich und – viel mehr noch: eine Feierstund‘.“

Sabine Bräuning und Reinhold Ohngemach, Foto: Dr. Thomas Dietz

Spendenaktion für sichere Proben

An der Württembergischen Landesbühne wird erfreulicherweise weiter geprobt. Aber das geht nach wie vor immer nur unter erschwerten Bedingungen, wobei coronabedingt ganz erhebliche Mehrkosten angefallen sind und weiter anfallen.

So muss immer noch vor jeder Probe täglich in der Apotheke getestet werden.

Da es auch dem Verein ein großes Anliegen ist, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler und alle an der Probe Mitwirkenden sichere Probenbedingungen haben und sorgenfrei proben können, hat er diese Tests finanziell unterstützt.

Angesichts der sehr hohen Kosten hat nun der Schatzmeister des Vereins, Dr. Thomas Dietz, das Projekt auf der Spendenplattform „WirWunder“ registriert, welche von der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen zusammen mit betterplace.org betrieben wird. Diese Spendenplattform ist unter https://www.wirwunder.de/projects/94874 zu finden.

Das Tätigen einer Spende ist einfach und schnell. Die WLB freut sich sicher sehr über zahlreiche Spenden und die Spenderinnen und Spender erhalten eine Spendenbescheinigung von betterplace.org.

Herzlichen Dank.

Ein sehr interessantes Gespräch mit den Intendanten der WLB

Das war eine sehr schöne Idee der Intendanz, die Mitglieder des Vereins der Freunde der WLB zu einem Online-Gespräch mit dem Thema „Theater in Corona-Zeiten – Rückblick und Aussicht“ einzuladen.

Die Intendanten Marcus Grube und Friedrich Schirmer gaben zunächst einen Rückblick auf die bedauerliche Beeinträchtigung der Jubiläumsspielzeit 2019/2020 durch die Corona-Pandemie, beginnend mit der Absage einer ausverkauften Vorstellung der Inszenierung „Das Licht“ Mitte März 2020, einer Geschichte, in der es – als habe man das Hereinbrechen des Virus geahnt – um die große Krankheit, verursacht durch Flöhe im Kaninchenfell, geht. In Erinnerung gerufen wurde der hoffnungsvolle Wiederbeginn am 20. Juni 2020 mit den großartigen Inszenierungen „Antigone“ und „Die Mitwisser“ auf der Basis eines ausgeklügelten Hygienekonzepts für Schauspieler*innen und Publikum, der ebenso hoffnungsvolle Start in die Spielzeit 2020/2021 u.a. mit den herrlichen Produktionen „Der Vorleser“ und „Die Biene und der Kurt“, aber auch der erneute Lockdown und die bisher letzte Vorstellung der laufenden Spielzeit am 31. Oktober 2020, wieder „Das Licht“.

Bedauerlich ist natürlich auch, dass die Pandemie den Spielbetrieb der Jungen WLB, die Schulkooperationen, Lesekisten und Klassenzimmerstücke gleichfalls nach wie vor heftig beeinträchtigt.

Leider hat Corona das ganz große Ergebnis bei den Besucherzahlen der Jubiläumsspielzeit verhindert, konnte die WLB bis zum Lockdown im März 2020 doch schon 76 406 Zuschauer verzeichnen!

Darin, dass ein Theater im Netz das analoge Theatererlebnis nicht ersetzen kann, waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig. Dennoch freut man sich an der WLB und im Theaterverein, dass es z.B. „Quaranszenen“, „Der goldne Topf“ und „Ein ganzes Leben“ online gab und die WLB vom 1. bis 31. Mai 2021– mit Unterstützung des Vereins der Freunde der WLB – „Wunder in Amerika“ online zeigt, die Verfilmung einer wunderbaren Inszenierung aus der ersten Intendanz Friedrich Schirmers an der WLB.

Schön zu hören war, dass die Stimmung an der WLB sehr gut ist, was sicher auch damit zusammenhängt, dass Proben stattfinden können, freilich stets nach täglicher Testung und unter Beachtung strenger Corona-Regeln, und die Werkstätten durchgearbeitet haben. So sind doch etliche Stücke schnell abrufbar, wenn der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden darf. Dass die Umstände Letzteres bald wieder zulassen, hofft man an der WLB und im Verein natürlich sehr.

Sichere Probenbedingungen an der WLB

Dem Verein der Freunde der WLB ist es leider noch nicht möglich, wie in der Zeit vor der Coronapandemie alle paar Wochen zu einer Veranstaltung einzuladen, zum Besuch einer Theaterprobe der WLB, zu einem Gespräch mit den Intendanten, mit Schauspieler*innen, Regisseur*innen, Dramaturg*innen, Bühnenbildner*innen oder zu einer Lesung, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Aber der Vorstand und der Beirat des Vereins hoffen, dass die Umstände in nicht allzu ferner Zukunft solche Veranstaltungen und damit ein schönes Vereinsleben wieder zulassen.

Hocherfreut haben allerdings der Vorstand und Beirat des Vereins die Botschaft vernommen, dass an der WLB der Probenbetrieb wieder begonnen hat. Geprobt wird derzeit das für diesen Sommer auf der Maille geplante Freilichtstück „Was ihr wollt“ (vgl. dazu auch den sehr schönen Artikel von Elisabeth Maier in der Eßlinger Zeitung und in der Stuttgarter Zeitung, jeweils vom 3. März 2021), „Amsterdam“ und betreffend die Junge WLB „Leon zeigt Zähne“ sowie Lesekisten.

Das geht naturgemäß nur unter erschwerten Bedingungen, wobei coronabedingt nicht unerhebliche Mehrkosten anfallen, wird doch beispielsweise vor jeder Probe – täglich – getestet. Man kann sich gut vorstellen, wie hoch die coronabedingten zusätzlichen Kosten ausfallen. Da es auch dem Verein ein großes Anliegen ist, dass die Schauspielerinnen und Schauspieler sichere Probenbedingungen haben und sorgenfrei proben können, war es ihm wichtig, diese Tests finanziell zu unterstützen.

Der Verein der Freunde der WLB freut sich darauf, die sicher wieder wunderbaren Ergebnisse der Probenarbeit auf der Maille und im Schauspielhaus erleben zu dürfen.

Ein glanzvolles Theater, wunderbar

Traditionell verleiht der Verein der Freunde der WLB zu Beginn der Eröffnungsmatinee der WLB „Spaziergang durch den Spielplan“ seine Theaterpreise für die zurückliegende Spielzeit. Nach reiflicher Überlegung hatte der Vorstand des Vereins entschieden, diesmal keine Preisverleihung vorzunehmen, obwohl man auch in der Spielzeit 2019/2020 wieder sehr beeindruckende Inszenierungen sehen konnte und ein großartiges Ensemble mit tollen schauspielerischen Leistungen zu erleben war. Grund für diese Entscheidung war, dass wegen der Corona-Pandemie nicht alle Stücke, die im Spielplan vorgesehen waren, aufgeführt werden konnten.

Aber der Vereinsvorstand hatte eine andere Auszeichnung parat, nämlich ein Dankeschön an die gesamte WLB für all das, was sie bietet und überhaupt dafür, dass es dieses wunderbare, glanzvolle, herausragende Theater gibt. Begleitet wurde das verbale Dankeschön von einer Zuwendung gemäß den Zielen des Vereins in Höhe von 3.000 € für Projekte der WLB, wovon die Hälfte der Arbeit der Jungen WLB zugutekommen soll.

Der 1. Vorsitzende des Vereins Wolfgang Clauß überreichte im Anschluss an die Dankesworte Intendant Friedrich Schirmer sein Gedicht „Ein Dankeschön der WLB“, von dem er einige Strophen vortrug. Die Strophen 4 bis 6 des Gedichts lauten:

Doch soll, weil Virus Basis uns genommen,
Die Freude am Theaterpreisverleih’n,
Von dem Verein der Freunde gar nichts kommen?
Besond’res Jahr, drum muss Besond’res sein!
Und man besann sich alsbald darauf wie
Gar schwer so oft entschied sich die Jury,

Weil inszeniert so hohe Qualität,
Weil insgesamt Ensemble Kostbarkeit,
Weshalb man oftmals gern verleihen tät
Der Preise viele, die Besonderheit:
Kein Preis diesmal, vielmehr in diesem Falle
Ein Dankeschön der WLB, an alle,

Der WLB, für das, was uns geboten
Wird, dies von allen und das Jahr für Jahr,
Herausragend, stets nur mit besten Noten,
Ein glanzvolles Theater, wunderbar.
Und ein Theater, das man einfach liebt.
Ein Dankeschön heut‘, dass es dieses gibt.

Wieder ein sehr interessanter Probenbesuch

Unser zweiter Probenbesuch in der laufenden Spielzeit galt „Antigone“ von Sophokles. Wolfgang Clauß konnte wieder viele Theaterfreunde willkommen heißen, die alle sehr gespannt auf die Probe waren. Einige hatten schon in der Schulzeit erstmals Berührung mit dieser Tragödie.

Anna Gubiani, die stückbegleitende Dramaturgin, führte die Besucher sehr gründlich, tief gehend und gleichzeitig sehr unterhaltsam in das griechische Theater und in das Stück ein. Sehr anschaulich war die Darstellung der Bauform des griechischen Theaters, des Platzes für die Aufführungen, bestehend aus der Orchestra und der Bühne, und des Zuschauerraums. Ebenso spannend war die Schilderung der Entstehung, Funktion und Bedeutung des Chors in der griechischen Tragödie. Und interessant war zu erfahren, dass die damaligen Zuschauer die Geschichte, die einem Stück zugrunde lag, in der Regel kannten, aber nun auf die jeweilige Auslegung sehr gespannt waren. Wunderbar war schließlich auch Anna Gubianis Erzählung der Vorgeschichte zu Antigone und des zur Problematik des Stücks führenden Geschehens.

Nach dieser tollen Vorbereitung erlebten wir im Schauspielhaus unter der Regie von Alexander Müller-Elmau eine sehr spannende Probenarbeit. Geprobt wurde die Szene mit dem heftigen Dialog zwischen Kreon und seinem Sohn Haimon, dem Verlobten Antigones, und die Szene mit dem anschließenden Auftritt Antigones. Äußerst beeindruckend war, mit welcher Sorgfalt und Gründlichkeit in den Szenen gearbeitet wurde.

Und für die Theaterfreunde war es wieder ein großartiger Probenabend.

SOUND FOR EUROPE im LIMA

Die gute Tradition des Vereins, einmal im Jahr eine andere Esslinger Kultureinrichtung zu besuchen, fand auch in diesem Jahr ihre Fortsetzung. Der Besuch galt dem kleinsten Theater der Region, dem LIMA, dem Literarischen Marionettentheater, im Herzen der Stadt. Wir entschieden uns für die Inszenierung „SOUND FOR EUROPE“. Das Interesse der Mitglieder war so groß, dass Andreas Weiner, der Leiter des Theaters, für uns erfreulicherweise zwei Vorstellungen an einem Abend anbot.

Zunächst führte Andreas Weiner sehr ausführlich und unterhaltsam in die interessante Geschichte des Gebäudes, in dem sich das Theater in einer mittelalterlichen Hauskapelle mit Kreuzrippengewölbe befindet, ein. Bei dem Gebäude handelt es sich um das ehemalige Zunfthaus der Schuhmacher. Danach schilderte er, wie es im Jahre 1984 zur Gründung des Theaters durch Wilhelm Praetorius, damals Schauspieler an der WLB, kam.

„SOUND FOR EUROPE“ ist die wunderbare Jubiläumsinszenierung zum 30-jährigen LIMA-Bestehen. Der 4. Satz der im Jahr 1824 uraufgeführten 9. Sinfonie Beethovens gibt hierbei den Takt vor, der Satz, in dem Beethoven Schillers 1785 verfasste Ode „An die Freude“ vertonte. Die Inszenierung beinhaltet eine Zeitreise durch die europäische Geschichte, macht die europäische Idee deutlich und ist auf der Suche nach der idealen Welt. Hauptakteure sind Schiller und Beethoven und Hauptthema ist die Vision von Freiheit und Gleichheit. Andreas Weiner führt die beiden Figuren meisterhaft und zu hören sind die von uns allen geschätzten Schauspieler*in Andrea Hörnke-Trieß (Voice Over), Martin Theuer (Beethoven) und Achim Hall (Schiller).

Im Anschluss an die herrliche Vorstellung nahmen die Besucher gern die Gelegenheit wahr, noch einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Und alle Teilnehmer waren vom Besuch im LIMA total begeistert.

LIMA: SOUND FOR EUROPE; Schiller und Beethoven. Foto: Thomas Dietz