Theaterprobe „Seelenwanderung“

Lucretia © Württembergische Landesbühne Esslingen

Am 24. Januar 2017 Kann man auch ohne Seele leben? Trotz klirrender Kälte war die Theaterprobe zum Stück “Seelenwanderung“ gut besucht. Die Mitglieder wollten wissen, was es mit den beiden… Mehr »

Der Esslinger „Kulturrucksack“ und das Projekt „Klassenkasse „

Beide Projekte werden vom Verein der Freunde der WLB unterstützt.

Viele sagen, junge Leute sollten nicht nur mit ihrem Smartphone spielen, sondern auch Zugang zu kulturellen Angeboten bekommen. Von der ersten Sekunde an hat der Verein die Überlegungen der WLB (insbesonders von Marco Süß, Leiter Junge WLB) unterstützt, jungen Leuten ein kulturpädagogisches Angebot zu machen. Wir sind stolz mit der WLB, dass daraus das erfolgreiche Projekt „Esslinger Kulturrucksack“ entstanden ist. Es ist ein Angebot für SchülerInnen der Klassenstufe 5 der Stadt Esslingen.Ein Kooperationsprojekt der WLB/Junge WLB, der Villa Merkel, Galerien der Stadt Esslingen und dem PODIUM Festival.

Kunst als Grundnahrungsmittel für alle! Alle Esslinger SchülerInnen der 5. Klassen weiterführender Schulen sind mit Unterstützung der RektorInnen und der KontaktlehrerInnen mit dabei., Sie nehmen in diesem Schuljahr an spannenden Veranstaltungen der o.g. ausgewählten Esslinger Kultureinrichtungen teil und können bei aktiver Vor- und Nachbereitung ihren eigenen künstlerischen Ausdrucksformen Raum geben

Der Esslinger Kulturrucksack geht in der Spielzeit 2016/2017 bereits in die dritte Runde. Alle weiterführenden Esslinger Schulen sind mit dabei.Die SchülerInnen besuchen eine Vorstellung des Kinderstücks Sumchi von Amos Oz in der WLB Esslingen und nehmen an passend dafür konzipierten Workshops vor und nach dem Theaterbesuch teil. Sie sehen eine Musik- oder Tanztheaterinszenierung im Rahmen des PODIUM Festival und besuchen in der Villa Merkel, Galerien der Stadt Esslingen eine Ausstellung. Im Vorfeld kommt eine Kulturpädagogin in die Klassen.

DIE WLB-KLASSENKASSE

Nicht alle Familien können sich die Teilnahme an kulturellen Angeboten leisten. Mit der WLB KLASSENKASSE werden Kinder unterstützt, denen der Zugang zum Theater finanziell nicht möglich ist. Im Rahmen dieses Projekts werden Eintrittskarten für Vorstellungsbesuche sowie theaterpädagogische Veranstaltungen finanziert. Der Verein der Freunde der WLB unterstützt diese Aktion ideel und finanziell. Besonders wichtig ist auch die Unterstützung durch die Kreissparkasse Esslingen.

Wer mithelfen möchte , kann dies durch eine Spende tun. Dadurch wird es möglich, die Klassenkasse langfristig anzulegen.

Sie können spenden und erhalten weitere Infos unter: http://www.gut-fuer-den-landkreis-esslingen.de/projects/44627

Theater ist Lebensqualität

Bis auf den letzten Platz gefüllt war das Podium, als der Verein der Freunde zur Matinee „Faszination Theater“ eingeladen hatte. Dieses Gespräch mit drei Schauspielern, nämlich Klaus Lerm, der über 30 Jahre an der WLB spielte, Nina Mohr und Marcus Michalski, beide aktuelle WLB-Mimen, moderierten Bernd Daferner und Wolfgang Clauß. Gemeinsam mit den Zuschauern spürten sie dem Phänomen nach, dass die WLB derzeit einen wahrhaften Theaterboom erlebt. Die besten Zuschauerzahlen seit 25 Jahren und mit über 113000 Zuschauern, in der letzten Spielzeit insgesamt, mehr als das Staatsschauspiel in Stuttgart. Daferner gratulierte allen Theatermachern und Intendant Friedrich Schirmer. Er verwies darauf, dass der Erfolg auch an dem großartigen Ensemble liege.

Klaus Lerm erzählte mit unterhaltsamen Beispielen, wie sich das Theater im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Und er ist immer noch ein ein eindrucksvoller Mime, der ab 1965 in vielen Rollen glänzte. Nina Mohr, die Jüngste in der Runde und vor kurzem als beliebteste Darstellerin der Spielzeit 15/16 ausgezeichnet, erzählte, wie sie vom Schultheater zur Schauspielausbildung in Salzburg kam und welche Rollen ihr am meisten Freude machten. Marcus Michalski, der bereits 1998 von der Zeitschrift „Theater heute“ als bester Nachwuchsschauspieler nominiert war und auch in Film und Fernsehen aktiv ist, verriet, wie er an die Rolle des Walter Kempowski in „Tadellöser und Wolff“ heranging und schilderte Erfahrungen mit Theaterkritiken, die teilweise vollständig konträr sind. Wolfgang Clauß beleuchtete mit den Schauspielern besonders das Verhältnis Publikum und Darsteller.

Es zeigte sich, dass diese Elektrizität zwischen Rampe und Zuschauerraum für die Akteure ein ganz besondere Rolle für das Gelingen eines Theaterabends spielt. Auch Intendant Schirmer wies darauf hin, dass der Zuschauer und seine Reaktionen wesentlicher Bestandteil einer Aufführung sind, denn schließlich würde ja für die Zuschauer Theater gemacht. Langer Beifall für die Akteure und spannende Gespräche mit ihnen beim anschließenden Umtrunk zeigten, wie sehr die Zuschauer Theater und die Schauspieler mögen und dass das Publikum auch spannende Blicke hinter die Kulissen mag.

Von links: Marcus Michalski, Wolfgang Clauß, Nina Mohr und Klaus Lerm. Foto: Erich Saam

Von links: Marcus Michalski, Wolfgang Clauß, Nina Mohr und Klaus Lerm. Foto: Erich Saam