Theaterfreunde blicken hinter die Kulissen

Am 18. April 2024 hatten wir Gelegenheit, gemeinsam mit Intendant Marcus Grube und dem Leiter der Werkstätten, André Lange, die Werkstätten und das Kulissenlager der WLB auf dem Zollberg zu besichtigen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Freiluft-Aufführung in der Maille auf Hochtouren. Für „Momo“ wird ein aufwändiges Bühnenbild aus Holz und Stahl gebaut mit mannshohen griechischen Figuren aus Styropor. Alles muss zerlegbar, wind- und wasserfest sein. Wir konnten ins in der sehr gut ausgestatteten Holzwerkstatt, bei den Schlossern und bei den Bühnenmalern umsehen – welche Kunst, welche Dimensionen!

15 Mitarbeitende in den verschiedenen Gewerken leisten Erstaunliches – von der Logistik ganz zu schweigen. Wussten Sie, dass das komplette Bühnenbild samt Kostümen nach jeder Aufführung – wenn sie nicht am nächsten Abend wieder auf der Bühne ist – abgebaut, verladen und zum Zollberg transportiert werden muss? Und wenige Tage später wieder den Berg hinunter zum Schauspielhaus. Wieviel Aufwand und welche Logistik stecken dahinter – eine großartige Leistung des WLB-Teams! Viel Spaß hatten die Besucherinnen und Besucher in den Kleider- und Requisitenkammern – zahllose Kleidungsstücke aus allen Epochen, teils skurile Objekte – wie z.B. ein ausgestopftes Wildschwein – und mehrere Hundert Stühle für verschiedenste Einrichtungsstile. 

Wir danken Marcus Grube und André Lange herzlich für diesen interessanten und wunderbaren Einblick in die Welt des Theaters – an diesem Abend von der anderen Seite der Bühne!

Andrea Klöber

Zurückliegende Veranstaltungen

Besuch einer Theaterprobe DER VATER

Wieder waren die Vereinsmitglieder zum Besuch einer Probe an der Württembergischen Landesbühne eingeladen. Und die Besucher, begrüßt von der für die Produktion zuständigen Dramaturgin Sarah Frost und vom Vorsitzenden des Vereins Dr. Wolfgang Clauß, erlebten einen sehr interessanten Probenabend. Sarah Frost führte zunächst im Podium 1 sehr klar und anschaulich in das Stück von Florian Zeller ein und sprach auch kurz das Filmdrama Zellers, die Adaption seines eigenen Theaterstücks, an. Die Einführung war eine sehr gute Vorbereitung für den anschließenden Probenbesuch im Schauspielhaus, wo Regisseur Christof Küster die Besucher begrüßte und den Ablauf der Probe ankündigte. Zu sehen war dann eine spannende, schon weit vorangeschrittene Probenarbeit betreffend die ersten drei Szenen der Inszenierung. Die Szenen waren sehr beeindruckend und berührend. Sämtliche Dialoge mit dem an Alzheimer erkrankten Vater (gespielt von Reinhold Ohngemach) zeichnen das Krankheitsbild ganz stark.