Beim Großen Aktionstag des Stadtseniorenrats Esslingen war auch der Verein der Freunde mit einem Infostand vertreten.
Im persönlichen Gespräch, unterstützt von den Flyern des Vereins, wurden Interessierte von Mitgliedern über die WLB und den Verein informiert.
Stücke unter freiem Himmel sind immer etwas Besonderes. Die Kostüme opulent, der Spielraum sprengt die normale Theaterbühne. Die Bewegungen größer, die Emotionen meist ausladender, die Zahl der Mitspieler über der Norm.
Kurz vor der Premiere „Der abenteuerliche Simplicissimus“ lud der Verein bei herrlichem Wetter zur Theaterprobe des diesjährigen Freilichtstücks. Dramaturgin Sandra Bringer führte im Podium II der WLB kundig in das Stück ein und Regisseur Tilo Esche berichtete, wie sich er und die Schauspieler dem Stück genähert haben. Bedingt durch schlechtes Wetter und wegen Krankheit zu ersetzende Mimen war das alles nicht so simpel, wie der Name des
Stücks vermuten lässt. Auf der Freilichtbühne unterhalb der Stadtkirche sahen die Teilnehmer, dass der Regisseur ganz anders agieren muss um solch ein Spektakel eindrucksvoll zu inszenieren. Beeindruckend sein kooperativer Regiestil, der Anregungen von Schauspielern aufgriff und integrierte. Da die Darsteller bei der Probe einzelner Szenen noch in Normalkleidung agierten, stieg die Spannung der interessierten Zuschauer, wie diese Szenen schließlich in der endgültigen Aufführung aussehen würden. Erich Saam vom Verein dankte der WLB und den Akteuren für diesen besonderen Blick hinter die Kulissen.
Theaterprobe Lysistrata
Auf großes Interesse stieß die Theaterprobe des Vereins zum Stück „Lysistrata“ in der WLB kurz vor der Premiere. Das lag nicht zuletzt an Heiner Kondschak, der mit seinem Bob Dylan-Abend „The times they are a changing“ einen Riesenerfolg an der WLB landete. Dramaturg Matthias Göttfert führte engagiert in das Stück, eine pazifistische Komödie von Aristophanes, ein.
Auf der großen Bühne erlebten die Zuschauer, mit welcher Begeisterung und musikalischem Talent geprobt wurde und auf wie viel unterschiedliche Weisen die Akropolis in einer frech-frivolen Inszenierung gekapert werden kann. Das Nachgespräch mit dem Autor, Komponisten, Regisseur und Darsteller Heiner Kondschak zeigte, warum er schon längst Kult in dieser Stadt ist. Er erzählte, wie ihm im Urlaub die Idee kam eine 2400 Jahre alte Komödie in ein höchst musikalisches Stück zu verwandeln.
Die Zuschauer wollten wissen, von wem er sich musikalisch inspirieren ließ oder welche Wesensverwandtschaft er zu Aristophanes hat, den er auf der Bühne selbst verkörpert. In unnachahmlicher Art und Weise vermittelte er seine Freude an der Musik, am Theater und am Leben, die sich auf eine begeisterte Zuschauerrunde übertrug. Bernd Daferner vom Verein dankte den Akteuren und der WLB für diesen ganz besonderen Blick hinter die Kulissen.






